Stärkung von Familien und Ehrenamt
Während es die Ehrenamtskarte in Bad Wünnenberg bislang nicht gab, erhält der Familienpass eine Wertsteigerung und wird deutlich mehr Familien zugänglich gemacht. Bislang kamen in der Regel nur Familien ab drei Kindern in den Genuss dieser kommunalen Vorteilskarte. Künftig werden bereits Familien mit zwei Kindern antragsberechtigt sein. „Dass der Kreis der Zugangsberechtigten für den Familienpass deutlich erhöht wird, war eines unserer zentralen Anliegen,“ erklärt Christoph Schäfer, Mitglied im Fraktionsvorstand und selbst vierfacher Familienvater. „Darüber hinaus haben wir in einem interfraktionellen Arbeitskreis gemeinsam mit der Verwaltung zahlreiche Vergünstigungen für die Familienpassinhaber besprochen, die den Bad Wünnenberger Familien den Alltag zumindest ein wenig erleichtern sollen: Neben starken Vergünstigungen in unserem Waldschwimmbad wird es auch Ermäßigungen bei kommunalen Freizeitangeboten geben oder Zuschüsse bei Klassenfahrten und den Müllgebühren für zusätzlich anfallenden Restmüll. Auch die Stadtverwaltung wird sich direkt beteiligen und den ersten Kinderreisepass kostenlos ausstellen.“
Weiterhin antragsberechtigt unabhängig der Kinderzahl werden alleinerziehende Elternteile oder Familien mit einem Kind, bei dem eine Behinderung im Sinne des Schwerbehindertengesetzes vorliegt, sein, sowie Familien, die Arbeitslosengeld II, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII, dem Asylbewerberleistungsgesetz, dem Bildungs- und Teilhabepaket oder einen Kinderzuschlag nach Bundeskindergeldgesetz erhalten.
Die Einführung der Ehrenamtskarte ist ein Novum in Bad Wünnenberg und begünstigt Ehrenamtliche, die sich in einem Umfang von mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr zum Wohle der Gemeinschaft engagieren. „Neben den landesweiten Vergünstigungen erhalten Inhaber der Ehrenamtskarte in Bad Wünnenberg einen 50 %-Nachlass bei städtischen kulturellen Veranstaltungen und beim Eintritt in unser Schwimmbad. Darüber hinaus wurde die Verwaltung angewiesen, mit heimischen Unternehmen und Vereinen Kooperationsvereinbarungen für weitere Vergünstigungen zu schließen, um den Wert der Ehrenamtskarte zu erhöhen,“ sagt Maximilian Veith, Sprecher der CDU-Fraktion im Familienausschuss. „Das Ehrenamt ist eine tragende Säule unserer Stadtgesellschaft. Ohne die vielen Vereine und ihre Aktivitäten wäre ein attraktives Leben bei uns kaum denkbar. Mit der Ehrenamtskarte wollen wir als Kommune ein Stück weit die Wertschätzung für diese unbezahlbare Arbeit zum Ausdruck bringen.“